Diagnostik

Mammographie
Hierbei werden die Brüste mittels Röntgenstrahlen durchleuchtet. In der Regel werden zwei Aufnahmen gemacht: eine Aufnahme von oben und eine seitliche Aufnahme. Auf diese Weise können Knoten entdeckt werden, die noch nicht zu tasten sind. Verkalkungen (Mikrokalk) in den Milchgängen können eventuell als Hinweise für Krebsvorstufen dargestellt werden. Auch gutartige Veränderungen wie Zysten (mit Flüssigkeit gefüllte Abkapselungen) oder Fibroadenome (gutartige Bindegewebstknoten) kann man durch die Mammographie sehen. Die Strahlenbelastung durch eine Mammographie-Untersuchung ist gering und nicht zu vergleichen mit der Gefahr, eine etwaige Krebserkrankung zu spät zu entdecken.

Die Mammographie ist eine Standarduntersuchung in der Brustkrebs-Früherkennung. Derzeit wird in Deutschland ein flächendeckendes Mammographie-Screening für Frauen ab dem 50. Lebensjahr aufgebaut, um Brustkrebs frühzeitig zu entdecken und die Heilungschancen zu verbessern.

Brust- Sonographie (3D - 4D - Ultraschall)
Der Ultraschall ist eine gute Ergänzung zur Röntgenuntersuchung. Beim Ultraschall tritt keine Strahlenbelastung auf, daher kann die Ultraschalluntersuchung beliebig oft wiederholt werden. Gerade bei jüngeren Frauen (unter 50 Jahre), bei Frauen unter Hormonersatztherapie und bei Schwangeren ist die Ultraschalluntersuchung der Brust eine sehr gute Methode.

Eine Weiterentwicklung ist die 3/4-dimensionale Sonographie, wobei man Gewebe dreidimensional darstellen kann. Bei speziellen Fragestellungen werden gegebenenfalls auch Farbdoppleruntersuchungen eingesetzt.

Hochgeschwindigkeitsstanzbiopsie
Unter örtlicher Betäubung und Ultraschallkontrolle werden kleine Gewebszylinder aus der Brust entnommen und vom Gewebearzt (Pathologen) untersucht. Dadurch kann man feststellen, ob es sich um einen gut- oder bösartigen Knoten handelt. Hiernach kann dann überlegt werden, ob man einen gutartigen Knoten überhaupt operiert oder wie die Behandlung des bösartigen Befundes erfolgen soll.

Vakuumstanzbiopsie
Diese Methode wird in örtlicher Betäubung in unserer Radiologischen Abteilung mit Hilfe eines speziellen Gerätes durchgeführt, um Mikrokalk unter Röntgenkontrolle mit Stanzylindern zu entfernen. Weiterhin können auch Tumoren geringer Größe unter Ultraschallkontrolle entfernt werden.

Kernspintomographie
Hierbei wird die Brust ohne Strahlenbelastung geschichtet. Diese Untersuchungsmethode wird für besondere Fragestellungen eingesetzt. Sie kann nur in Zusammenschau mit Mammographie und Sonographie bewertet werden.