45 Jahre Krankenpflegeschule am St.-Katharinen-Hospital

Am 1. Oktober 1971 begannen acht Schülerinnen ihre Ausbildung in der Krankenpflegeschule (KPS) des St.-Katharinen-Hospitals. Heute, nach rund 45 Jahren, ist die Lehrstätte für angehendes Pflegepersonal nicht mehr weg zu denken aus der Region.

Insgesamt 29 nunmehr frischgebackene Fachkräfte haben erst im September 2016 nach dreijähriger intensiver theoretischer wie praktischer Anleitung ihr Staatsexamen abgelegt. „17 Leute aus der Examensklasse arbeiten jetzt am St.-Katharinen-Hospital, zwei weitere tun ihren Dienst am Bedburger St. Hubertus-Stift“, freut sich Schulleiterin Stefanie Recht im kleinen Jubiläumsjahr der Schule. Seit 1. Oktober 2016 sind es 21 Schülerinnen und drei Schüler, die nun den gleichen Werdegang vor sich haben.

„Zwischen diesen und den Erstlingen liegen 45 Jahre, in denen sich vieles verändert hat, es aber auch wie immer, einige Konstanten gab“, erläutert Stefanie Recht. „Konstant geblieben ist der große Bedarf an qualifiziert ausgebildeten Pflegekräften und damit auch die guten beruflichen Perspektiven nach der Ausbildung. Für unser Krankenhaus hat das Vorhandensein der KPS den positiven Effekt, dass in jedem Jahr eine große Zahl frisch examinierter Auszubildender im Haus bleiben wollten und wollen. So können freie Stellen mit neuen Mitarbeitern besetzt werden, die das Haus schon gut kennen, ohne ausschließlich auf Angebote auf dem knappen Personalmarkt angewiesen zu sein.“

Wegbegleiterinnen der ersten Stund
Unvergessen sind aber die Erstlinge von damals, betont Recht. „Zu erwähnen sind hierbei Sr. Bregeethama Vettickel, Sr. Karin Roggendorf, Sr. Christa Jonderko, Sr. Beate Bosshammer, Sr. Marianne Pauken und Sr. Anna-Maria Feuser, die schon zwischen 30 und 40 Jahren als ehemalige Auszubildende im Haus beschäftigt sind. Von einer Konstante kann man auch bei Sr. Agnes Ossmann sprechen, die mit dem Beginn ihrer Ausbildung seit 45 Jahren durchweg im St.-Katharinen-Hospital arbeitet.“

Nicht alles hat sich verändert
Konstant geblieben sei aber auch der Zeitmangel, der aufgrund der schon früher ungünstigen personellen Situation auf den Stationen eine praktische Anleitung der Auszubildenden schwierig machte. „Diesen Mangel gleichen die 15 Praxisanleiter verschiedener Stationen jetzt aus. Für deren Engagement bedanken wir uns ganz herzlich!“, so die Schulleiterin. Was sich ebenfalls kaum verändert habe: Viele Auszubildende stellen sich die Ausbildung leichter vor, als sie tatsächlich ist. „Vor allem die hohen theoretischen Anforderungen und das notwendige selbstständige Lernen wird oft unterschätzt“, so die Erfahrung. Konstant geblieben sei hingegen wieder das langjährige Kollegium der festangestellten Lehrkräfte der Schule, bestehend aus Helga Heinz, Andreas Mahlke und Astrid Mrachacz, „die engagiert und mit viel Können die sehr gute Qualität der Ausbildung geprägt haben und prägen. Sie haben alle Veränderungen engagiert mitgetragen!“ Durch das Erreichen des Rentenalters zeichne sich jetzt langsam erst ein Generationenwechsel ab, der in 2016 mit der Festanstellung der Dozentin Barbara Hötger begonnen habe und in 2017 mit einem weiteren Teamneuling fortgesetzt werde.

Entwicklungen der letzten 45 Jahre
Die Anzahl der angebotenen Ausbildungsplätze in der dreijährigen Ausbildung ist von 60 Plätzen in 1971 auf aktuell 100 Plätze erweitert worden und seit fast 25 Jahren gibt es zusätzlich 15 Plätze in der einjährigen Assistentenausbildung. Die Bewerberzahl insgesamt hat sich um etwa ein Viertel reduziert, die Anzahl männlicher Bewerber sinkt seit dem Ende des Zivildienstes 2011 deutlich. Recht: „Um das auszugleichen ist eine gute Öffentlichkeitsarbeit, Mundpropaganda und die Zusammenarbeit mit den Schulen sowie den verschiedenen Einrichtungen der Jugendarbeit wichtig.“

Neues Gesetz bringt größeren Wandel
„Die größte Veränderung und zukünftig gleichzeitig die größte Herausforderung für die Krankenpflegeschule, das Lehrpersonal und die Auszubildenden, wird das neue Pflegeberufegesetz sein, dass 2018/19 in Kraft treten soll“, ist sich Stefanie Recht gewiss. „Dieses Gesetz vereint dann Alten- Kranken- und Kinderkrankenpflege zu einer gemeinsamen Ausbildung. Das bedeutet, dass Kranken-/Kinderkrankenpflegeschulen und Altenpflegeseminare diese neue Ausbildung gemeinsam umsetzten müssen. Die Berufsbezeichnung wird sich ändern zur neutralen Bezeichnung Pflegefachfrau/-mann.“ Dies bedeute aber auch, dass in Krankenhäusern, Altenheimen und anderen Einrichtungen der Pflege zukünftig überdies Pflegekräfte arbeiten werden, die ihren Abschluss durch ein Studium in Pflege erworben haben.

Herausforderung der Zukunft
Um das hohe Niveau der Ausbildung an der Krankenpflegeschule am St.-Katharinen-Hospital zu halten, bestehe nach wie vor die Aufgabe darin, engagiert und offen neue Entwicklungen umzusetzen, Auszubildende zu unterstützen und ihnen die Freude an diesem Beruf zu vermitteln. „Nicht zuletzt in eigenem Interesse“, weiß Stefanie Recht. „Auch der Klinikverbund Erft mit seinen Einrichtungen in Frechen und Bedburg braucht weiterhin qualifizierte Pflegekräfte.“

Bild Gruppe: Herzlichen Glückwunsch an die Examensklasse September 2016! 17 ausgebildete Pflegekräfte von insgesamt 29 haben im kleinen Jubiläumsjahr der Krankenpflegeschule als frisch gebackene Fachkräfte am St.-Katharinen-Hospital angefangen, zwei weitere tun ihren Dienst jetzt am Bedburger St. Hubertus-Stift.

Bild 2 v.l.: Schulleiterin Stefanie Recht hat in einem Vortrag 45 Jahre KPS resümiert. Pastoralreferent Martin Birkhäuser und Seelsorgerin Sr. Birgitt Adelfang (r.i.B.) gratulierten herzlich zur Erfolgsgeschichte des Lehrinstitutes.

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