Ausnahmezustand zur Weiterentwicklung genutzt

Zu Anfang des Jahres 2020 hatte Priv.-Doz. Dr. med. Alexander Schuh am Frechener St.-Katharinen-Hospital seine Tätigkeit als Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I, Kardiologie, Pulmonologie & Schlafmedizin begonnen. Nach über einem Jahr hat er jetzt eine erste Bilanz gezogen.

„Ich konnte damals ein gut bestelltes Haus übernehmen und hatte darauf aufbauend die Möglichkeit, gemeinsam mit dem Team und mit Unterstützung der Geschäftsleitung einige  Weiterentwicklungen voran zu bringen“, resümiert Dr. Schuh. Nachdem der reguläre Betrieb aufgrund der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Umbaumaßnahmen im Frühjahr 2020 zunächst unterbrochen war, werde nunmehr  der Regelbetrieb unter strengen sowie effektiven Hygienemaßnahmen so gut als möglich fortgeführt. Die zuvor unfreiwillig gewonnene Zeit habe man in 2020 für eine strukturelle Neuaufstellung genutzt, die sich jetzt bewähre.

Neu: Weitere moderne Gerätschaften verfügbar - Akutmedizin auf hohem Niveau

dr schuh Frauenherzen01„In unserer Klinik steht die Behandlung von Patienten mit Erkrankung der Herzkranzgefäße, Herzinsuffizienz, Herzklappenerkrankungen,  Herzrhythmusstörungen genauso wie die Behandlung pulmonologischer Erkrankungen im Vordergrund“, erläutert Dr. Schuh. „Vor allem durch den Ausbau der Abteilung im Bereich der interventionellen Kardiologie mit der Fertigstellung  eines zweiten Herzkatheter-Labors, der Anschaffung intravaskulärer Bildgebung sowie der Inbetriebnahme der Elektrophysiologieanlage zu Beginn letzten Jahres sind wir in der Lage, ein noch größeres Spektrum an invasiven Eingriffen  anzubieten.“ Die Elektrophysiologie unter der maßgeblichen Leitung des Spezialisten und Oberarztes Thomas Schmidt, der ebenfalls seit Jahresanfang zum Team gehört, sei inzwischen gut angenommen worden und gehöre zur Routine. „Alle üblichen nichtinvasiven kardiologischen Verfahren stehen ebenfalls zur Verfügung.“

Zur Erweiterung des Spektrums in der nicht invasiven kardialen Funktionsdiagnostik bietet die Abteilung in Zusammenarbeit mit der Klinik für Radiologie und der Nuklearmedizin neben dem Myokard-SPECT nun auch das Kardio-CT und das kardiale MRT an. Auch in den Bereichen Herzkatheterdiagnostik und -therapie, Schrittmacher- und Defibrillator-Therapie, strukturelle Herzerkrankungen, Bildgebung und jetzt auch der Elektrophysiologie, biete man Spitzenmedizin im Sinne einer modernen Kardiologie. Dies beinhalte ebenfalls die Notfallbehandlung bei Herzinfarkten rund um die Uhr.

Neu: Impella Herzpumpe erhöht Überlebenswahrscheinlichkeit

Ein großer Gewinn sei die Anschaffung einer sogenannten Impella Herzpumpe, die im Notfall ein kardiales Pumpversagen im kardiogenen Schock auffangen kann. „Ein kardiogener Schock ist ein lebensbedrohlicher Zustand, der durch die massive Reduktion der Pumpleistung des Herzens ausgelöst wird. Unbehandelt kann er zu Multiorganversagen und letztlich zum Tod eines Patienten führen“, erklärt Dr. Schuh. „Das Herz ist in diesem Fall nicht mehr in der Lage, das benötigte Herzzeitvolumen zur Versorgung lebenswichtiger Organe zur Verfügung zu stellen.“ Zehn Prozent der Herzinfarkte gehen in einen kardiologischen Schock über, 50 – 80 Prozent der Patienten versterben infolge dieses Schock-Geschehens. „Das neue Gerät kann beim kardiologischen Schock überbrückend quasi eine Vollentlastung des Herzens bis zum operativen Eingriff – etwa einer Bypass-Operation oder einer erfolgreichen Intervention im Herzkatheterlabor - erreichen. Es dient dann übergangsweise als Sicherheitsnetz und erhöht die Überlebenswahrscheinlichkeit signifikant.“

Fokus auf Frauenherzen

Dazu erweitert die kardiologische Abteilung in Kooperation mit anderen Fachabteilungen des Hauses ihr Behandlungsspektrum. Die Entwicklung eines neuen Zentrums für Frauenherzen unter der Leitung von Oberärztin Dr. med. Anna-Laura Hirsch wendet sich gezielt den Behandlungsbedürfnissen von herzkranken Frauen zu. Die Gender Medizin (geschlechtsspezifisch) gewinnt nach aktuellem wissenschaftlichen Forschungsstand zunehmend an Bedeutung. „Die Beschwerden bei kardiologischen Krankheitsbildern stellen sich bei Frauen häufig anders dar, als bei Männern“, erläutert Dr. Schuh. „Entsprechend angepasst muss dann auch die Behandlungsstrategie sein.“

Neben den Weiterentwicklungen im kardiologischen Bereich wurde darüber hinaus der Bereich der Schlafmedizin erweitert. Der Abteilung stehen fünf schlafmedizinisch zu nutzende Betten zur Verfügung. „Durch die Weiterentwicklung unserer Abteilung können wir sowohl die Behandlungsqualität als auch das Behandlungsangebot kontinuierlich verbessern“, fasst Dr. Schuh die Bilanz zusammen. „Präsenz, Kommunikation, Erreichbarkeit und kurze Wartezeiten sowie eine aktive Informationsarbeit gehören neben der medizinischen Versorgung zu unserem Angebot an die Patienten, die in jeder Hinsicht auf bestmöglichem Niveau behandelt werden sollen.“

Info: Priv.-Doz. Dr. med. A. Schuh ist Facharzt für Innere Medizin, Innere Medizin und Kardiologie, internistische Intensivmedizin, Herzinsuffizienz und interventioneller Kardiologe. Seit 1. Januar 2020 ist er Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I, Kardiologie, Pulmonologie & Schlafmedizin.

Kontakt: 02234 / 502-28110, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Bild: Die Impella Herzpumpe wird über die Leiste eingeführt und bis zum Herzmuskel vorgeschoben. Hier kann sie im Notfall überbrückend die Arbeit des Herzmuskels übernehmen. Über eine Steuerkonsole werden die Werte kontrolliert.
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