Mit Diabetes sicher im Krankenhaus

Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) zeichnet St.-Katharinen-Hospital Frechen abermals für klinikweites Diabetes-Engagement aus.

Menschen mit Diabetes müssen zuweilen wegen anderer Beschwerden ins Krankenhaus, beispielsweise für eine Operation am Knie. Aber können sie immer sicher sein, dass sie dort mit ihrer Vorerkrankung optimal versorgt werden? Etwa bei einer auftretenden Unterzuckerung? Im St.-Katharinen-Hospital Frechen können sich Patientinnen und Patienten darauf verlassen. Dies hat jetzt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) bereits zum zweiten Mal mit dem Qualitäts-Siegel „Klinik für Diabetespatienten geeignet“ bestätigt.

meyernoak diabetisHintergrund:
Diabetes ist die Volkskrankheit Nr. 1 in Deutschland. Über sechs Millionen Menschen sind betroffen. Daher haben Ärzte und Pfleger in Kliniken sehr oft mit Patientinnen und Patienten zu tun, die zusätzlich zu ihrer aktuellen Erkrankung noch einen Diabetes haben. „Diese Personen sollten darauf achten, dass das Personal in der Klinik sich auch mit Diabetes sehr gut auskennt“, sagt DDG-Präsidentin Prof. Dr. Monika Kellerer. Und genau für deren Sicherheit hat die Fachgesellschaft das Zertifikat „Klinik für Diabetespatienten geeignet DDG“ entwickelt. „Das St.- Katharinen- Hospital Frechen stellt eine fächerübergreifende Diabetes-Kompetenz sicher, von der die Patienten auf allen Stationen  profitieren.“, sagt Kellerer.

Aufwändiges Verfahren durchlaufen
Um das Siegel zu bekommen, musste das St.- Katharinen- Hospital Frechen umfangreiche Maßnahmen nachweisen. „Unter anderem prüft die DDG, ob spezielle Schulungen für das Pflegepersonal stattfinden“, erläutert Oberärztin und Diabetologin Birgit Meyer-Noack. Darüber hinaus müssen mehrere qualifizierte Diabetes-erfahrene Ärzte im Haus sein, die für die Patienten auf allen Stationen die optimale Behandlung der Vorerkrankung Diabetes mellitus festlegen. Durch schriftliche Anleitungen, z. B. Notfallpläne bei Unter- oder Überzuckerungen, können die auf das Diabetes-Krankheitsbild hin sensibilisierten medizinischen Fachkräfte ihre Kollegen interdisziplinär unterstützen. Auf jeder Station sind mindestens zwei Pflegekräfte speziell geschult und unterstützen das Ärzteteam bei der optimalen Betreuung.

Diabetiker benötigen individuelle Behandlung
Auch bei Operationen und Narkosen wird die Diabetes-Erkrankung mitberücksichtigt. Meyer-Noack: „So können viele Komplikationen für Patienten mit Diabetes im Vorhinein vermieden und die Patienten früher entlassen werden“, so die Erfahrung des engagierten Gesamtteams im Frechener Krankenhaus. „Wir freuen uns über das Zertifikat der DDG als Bestätigung unseres Engagements für eine fachlich optimale Behandlung.“

Viele Diabetes-Erkrankungen unentdeckt
Von den zusätzlichen Maßnahmen profitieren auch Patienten, deren Diabetes noch gar nicht entdeckt wurde. Denn bei jeder Neuaufnahme werden routinemäßig die Blutzuckerwerte kontrolliert. So werden auch neue Diabetesfälle erfasst, „was für die Betroffenen sehr wertvoll ist, denn der Diabetes wird im Folgenden während des Krankenhausaufenthaltes berücksichtigt. Das sichert unmittelbar den Behandlungserfolg und zusätzlich lassen sich durch die frühe Diagnose und rechtzeitige Therapie Folgeschäden verhindern“, berichtet Priv.-Doz. Dr. med. Jörg Zeeh, Chefarzt der Diabetologie.

St.-Katharinen-Hospital als Vorreiter bei der Diabetesversorgung
Im Jahr 2017 hatte die DDG das St.-Katharinen- Hospital Frechen als eine der ersten Einrichtungen zertifiziert. „Es gilt für drei Jahre. Dann muss die Klinik erneut nachweisen, dass sie die strengen Kriterien der DDG erfüllt“, erklärt Dr. Zeeh, der das Verfahren trotz des erheblichen Aufwandes befürwortet. „Für einweisende Ärzte bietet das Siegel schließlich eine wichtige Entscheidungshilfe dabei, eine Diabetes-adäquate stationäre Behandlung für ihre Patienten zu finden.“

Kontakt Sekretariat: 02234 / 502-29110, Diabetologie: 02234/5028110

Über die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG):
Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) ist mit mehr als 9.000 Mitgliedern eine der großen medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften in Deutschland. Sie unterstützt Wissenschaft und Forschung, engagiert sich in Fort- und Weiterbildung, zertifiziert Behandlungseinrichtungen und entwickelt Leitlinien. Ziel ist eine wirksamere Prävention und Behandlung der Volkskrankheit Diabetes.

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