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Frauenherzzentrum am St. Katharinen Hospital Frechen Abteilung Kardiologie

„Frauenherzen schlagen anders!“ Deshalb stand die Herz-Kreislauf-Gesundheit auch im Mittelpunkt der diesjährigen 4. Bundeskonferenz für Frauengesundheit.

Seit 40 Jahren erforscht die Gendermedizin den Einfluss von Geschlecht auf Gesundheit und Krankheit. Krankheitshäufigkeit, Entstehungsmechanismen, Beschwerdebilder, Verlauf und Therapieerfolg: All das kann vom Geschlecht abhängen.

Deshalb hat sich unsere Klinik entschieden, einen speziellen Fokus auf die eigenen Risikofaktoren, auf die Prävention und auf die Behandlung von Herzerkrankungen von Frauen zu legen. Wir geben den neusten Forschungsstand direkt an Sie als Patientinnen und Interessierte weiter.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihre Frau Dr. med. A. Hirsch

Der Herzinfarkt bei Frauen

Nicht nur Männer kriegen einen Herzinfarkt. Frauen auch, aber oft mit anderen Vorboten und anderen akuten Symptomen. Außerdem sterben Frauen häufiger an einem Herzinfarkt, da sie oft die Symptomatik nicht einem akuten Herzinfarkt zuordnen. Sie zögern zu lange, bis sie den Rettungsdienst informieren. Das gilt übrigens auch für die Herzinsuffizienz und Herzklappenerkrankungen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache bei Frauen. Daher ist die Prävention und Früherkennung besonders wichtig.

Eine bestimmte Untergruppe von Herzinfarkten bekommen Frauen sogar zu 90%: Die stressinduzierte akute Herzerkrankung – die sogenannte Tako Tsubo-Kardiomyopathie tritt vorwiegend bei postmenopausalen Frauen auf, die einem akuten hohen Stressereignis ausgesetzt waren.

Auch der Entstehungsmechanismus eines Herzinfarkts unterscheidet sich in bestimmten Altersklassen bei Frauen und Männern deutlich. Durch Cholesterin und Verkalkungen entstehen bei Männern häufig Engstellen in den Herzkranzgefäßen, die bei einem Infarkt einreißen.

Bei Frauen treten häufiger Gefäß-Spasmen/Verkrampfungen, Einrisse der Gefäßwand oder Erkrankungen der kleinsten Blutgefäße am Herzmuskel auf.

Symptome des Herzinfarktes bei Frauen

Frauen bringen z.B. starken Blutdruckabfall, Schweißausbruch, starkes Schwächegefühl und intensive Übelkeit nicht sofort mit einem akuten Herzinfarkt in Verbindung. Treten diese Symptome bei einer Frau auf, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es ein Herzinfarkt ist. Diese Warnsignale müssten genauso bekannt sein wie die „Klassiker“ der Herzinfarkt-Symptome: Brustschmerzen und Schmerzen im linken Arm und Kiefer.

Medikamente und unterschiedliche Wirkung bei Frauen

Aktuell werden vermehrt medikamentöse Therapien für Frauen optimiert, indem spezielle Studien Wirkungen und Nebenwirkungen von Herzmedikamenten auch gezielt bei Frauen untersuchen. Die Ergebnisse und Erkenntnisse möchten wir gerne direkt in Ihrer Medikation berücksichtigen und so vielleicht das Nebenwirkungsprofil verbessern.

Risikofaktoren für Herzkreislauferkrankungen

Rauchen, erhöhte Fettwerte, Zuckererkrankung, Bluthochdruck, Genetik – aber auch Stress, Depression oder Einsamkeit sind eigenständige Risikofaktoren für Herzkreislauferkrankungen.

Gerade Frauen befinden sich zudem häufig in familiären Situationen, in denen z.B. die Versorgung der Kinder, Berufstätigkeit und später Pflege von Angehörigen die Machbarkeit übersteigen.

Auch junge Frauen können schon einem kardialen Risiko ausgesetzt sein. In der Schwangerschaft sind Bluthochdruck und Diabetes keine Seltenheit. Beides begünstigt deutlich ein erhöhtes Risiko für eine spätere Herz-Kreislauferkrankung. Neuere Studien zeigen eine Unterversorgung gerade dieser Gruppe von Patientinnen in der Nachbetreuung.

Eine Chemotherapie ist eine weitere u.a. kardiale Belastung. Hier sollte eine engmaschige Kontrolle mittels Herzultraschall und mit Blutkontrollen erfolgen.

Behandlungsangebote für Sie

  • ganzheitliche und spezifische Abklärung ihrer Herzerkrankung unter Berücksichtigung der
  • neusten Erkenntnisse / Leitlinien der Kardiologie und Gendermedizin.
  • enge Kooperation mit unserer gynäkologischen Abteilung
  • enge Kooperation mit unserer diabetologischen Abteilung
  • bildgebende Verfahren wie Herzultraschall mittels Strainanalyse
  • kardiale MRT inklusive Stressuntersuchung
  • Abklärung bei Verdacht auf Herzgefäßverkrampfungen mittels ACH-Testung
  • elektrophysiologische Verfahren bei Herzrhythmusstörungen
  • Einbindung von psychokardiologischen Erkenntnissen und Aktivierung von Ressourcen zur Lebensstiländerung
  • In Zusammenarbeit mit Frau Dr. med. Ute Seeland von der Charité-Universitätsmedizin Berlin als Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für geschlechtsspezifische Medizin e.V. (DGesGM)

Links

www.dgesgm.de
www.arbeitskreis-frauengesundheit.de
www.goredforwomen.org
www.herzstiftung.de
www.diabinfo.de

Anfahrt

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Kontakt

Fon: 02234 / 502-0
Fax: 02234 / 502-25104

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